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"Roter Vorhang", 2011, 60x80cm, gerahmt |
Lena Rosa Händles künstlerische Arbeit lässt eine große Offenheit und ein intensives Interesse für Menschen in ihrer sozialen, sowie privaten Umgebung und für deren gesellschaftliche Realität erkennen.
Sie geht mit den Menschen, die sie fotografiert, eine nahe Verbindung ein, so dass sie es schafft, ausgesprochen intensive, ausdrucksstarke, auch intime Momente zu erfassen, die über das Private hinausgehen und allgemeine Fragen nach menschlicher Existenz aufwerfen.
L.R. Händle sammelt Momente, die wie die zusammengesetzten Teile eines Puzzles, so etwas wie ein Gesamtbild ergeben - eine visuelle Vision, die eng mit dem Leben verbunden ist. Ihr geht es um nichts weniger, als eine Art Gesellschaftsentwurf zu formulieren, der sich kritisch mit zeitgenössischen Verhaltensweisen auseinandersetzt und nach utopischen Potentialen sucht, die unter anderem genderspezifische Themen beinhalten, die sich generell auf menschliche Verhaltensweisen beziehen. Es geht ihr darum, Konventionen zu unterwandern, normatives Verhalten in Frage zu stellen und gleichzeitig Vorschläge für eine möglichst befreite Lebensrealität zu formulieren. Tina Bara 2012
